Für Schweizer

Für schweizer Reisende-

 (zitiert von der Internetseite des Bundesamtes für auswärtige Angelegenheiten)      Link


Tips vor die Reise

Eine gute Vorbereitung trägt wesentlich zum Erfolg einer Reise bei. Beachten Sie folgende Punkte:
Grenzformalitäten
  • Informieren Sie sich frühzeitig bei der Botschaft des Ziellandes über die Einreise- und Aufenthaltsvorschriften (zulässige Ausweispapiere, Visabestimmungen für normale und provisorische Pässe) sowie über Ein- und Ausfuhrbestimmungen für Tiere, elektronische Geräte, Antiquitäten, Kulturgüter etc. Prüfen Sie, ob das Visum der beantragten Aufenthaltsdauer entspricht.
  • Reisen Minderjährige allein oder in Begleitung nur eines Elternteils, brauchen sie in zahlreichen Ländern eine besondere Reiseerlaubnis der Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils. Die Botschaft des Ziellandes erteilt Auskunft.
  • Beachten Sie die schweizerischen Einfuhrbestimmungen für Waren, die Sie im Ausland gekauft haben.


Zahlungs- und Transportmittel

  • Klären Sie ab, welche Zahlungsmittel verwendet werden können und ob Ein- und/oder Ausfuhrbeschränkungen bestehen. Auskunft erteilen Ihre Bank und die Botschaft des Ziellandes.
  • Wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug reisen: Informieren Sie sich bei den Botschaften der Transit- und Zielländer über die Bestimmungen für die Ein- und Durchreise. Klären Sie mit Ihrer Versicherung ab, ob sie auch Schäden in den Transitländern und im Zielland deckt.
  • Über die Sicherheit im Flugverkehr informiert das Bundesamt für Zivilluftfahrt.
  • Wenn Sie eine Schiffsreise planen: In verschiedenen Regionen ist Piraterie verbreitet. Raubüberfälle können auf offenem Meer, in Küstengewässern oder in Häfen vorkommen und sich gegen Fischerboote, Handels- und Kreuzfahrtsschiffe und Jachten richten. Das International Maritime Bureau und die International Maritime Organisation informieren über Überfälle und gefährdete Gebiete. 


Gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen

  • Arzt- und Krankenhauskosten können im Ausland wesentlich höher sein als in der Schweiz und müssen oft sofort bezahlt werden. Schliessen Sie eine Zusatzversicherung ab, falls Ihre Krankenkasse für die Kosten im Ferienland und für eine allfällige medizinische Heimschaffung nicht aufkommt.
  • Tragen Sie in den EU- und EFTA-Ländern Ihre Europäische Krankenversicherungskarte auf sich; sie muss bei Arzt- und Krankenhausbehandlungen vorgewiesen werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Impfinstitut über gesundheitliche Risiken und Schutzmassnahmen. Beachten Sie auch das weltweit bestehende Risiko von HIV/AIDS.
  • Führen Sie eine gut ausgerüstete Reiseapotheke mit, da in vielen Ländern gefälschte oder abgelaufene Medikamente im Umlauf sind. Manchenorts gelten allerdings besondere Vorschriften bezüglich betäubungsmittelhaltige Medikamente (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich vor der Abreise direkt bei der Botschaft des Ziellandes und konsultieren Sie die Internet-Seite von Swissmedic.
    Nehmen Sie die Medikamente in jedem Fall in der Originalverpackung mit (samt Verpackungsbeilage). Das erleichtert die Einreisekontrolle und ist wichtig, wenn im Ausland eine ärztliche Behandlung nötig wird.
 

Allgemein

  • Es lohnt sich, eine umfassende Reiseversicherung abzuschliessen. Sie übernimmt in bestimmten Fällen die Kosten für Annullierungen oder Umbuchungen und unterstützt Sie, wenn Ihnen im Ausland Geld und Ausweise gestohlen werden oder wenn Sie einen Unfall haben etc. Die Leistungen sind in den indiviuellen Verträgen geregelt.
  • Erwägen Sie eine geführte (Gruppen-)Reise, wenn Sie mit einem Land nicht vertraut sind und dort schwierige Verhältnisse herrschen (Kriminalität, politische Lage, Verkehrsverbindungen etc.). Gute Reiseleiter kennen die lokalen Verhältnisse und können entsprechend reagieren.
  • Mobiltelefone funktionieren nicht überall. Ihr Anbieter erteilt Auskunft über die Verwendung im Ausland.
  • Satellitentelefone dürfen in einigen Ländern nicht oder nur mit einer Bewilligung eingeführt werden. Die Botschaften der Zielländer erteilen Auskunft.
  • Hinterlegen Sie bei Familienangehörigen und/oder Freunden einen Reiseplan, Kontaktadressen, Nummern von Reisedokumenten, Versicherungen etc.
  • Machen Sie sich anhand von Reiseliteratur und Medien ein Bild über die Verhältnisse in Ihrem Zielland.
Die Broschüre Wenn einer eine Reise tut enthält weitere Ratschläge für die Reisevorbereitung und Wissenswertes für unterwegs.
 
 

Tips während der Reise

 Für Reisende empfiehlt es sich, ein paar Grundregeln zu kennen und sie zu beachten.
Reisende sind dem Recht des Aufenthaltsstaats unterstellt. Die Rechtsauffassung und die Strafmasse unterscheiden sich oft wesentlich von den schweizerischen Normen, besonders in Ländern mit islamisch geprägtem Recht (Scharia). Beachten Sie unter anderem folgende Punkte:
  • Halten Sie sich strikt an Aufenthaltszweck und -dauer, die im Visum oder Einreiseformular definiert sind. Andernfalls müssen Sie mit strafrechtlichen Konsequenzen und/oder einer Ausschaffung rechnen.
  • Drogen- und Alkoholvergehen werden in manchen Ländern äusserst hart bestraft. Im schlimmsten Fall droht bei Drogendelikten die Todesstrafe.
  • Antiquitäten und Kulturgüter aller Art dürfen häufig nicht oder nur mit einer staatlichen Bewilliung ausgeführt werden, selbst wenn sie offen zum Kauf angeboten werden. Unter diese Regelung fallen zum Beispiel alte Gegenstände und Münzen, Fossilien, behauene Steine etc. Neben hohen Bussen können mehrjährige Haftstrafen drohen.
  • Viele Tiere, Pflanzen sowie tierische und pflanzliche Produkte sind durch das Artenschutzübereinkommen geschützt. Dazu gehören z.B. auch gewisse Muscheln, Korallen, Federn von geschützten Vögeln etc. Beachten Sie die Informationen des Bundesamts für Veterinärwesen und denken Sie bei der Wahl der Souvenirs daran.
  • Aussereheliche Beziehungen, Prostitution und gleichgeschlechtliche Handlungen sind in zahlreichen Staaten verboten.
  • Herstellung und Besitz von Raubkopien von Luxus- und elektronischen Gütern werden vermehrt strafrechtlich verfolgt.
  • In Ländern mit muslimischem Recht und in einigen anderen Staaten sind missionarische Aktivitäten verboten, dazu gehört z.B. auch das Verteilen von biblischen Texten. Ausserdem muss mit heftigen Reaktionen der Bevölkerung gerechnet werden.
  • Im Ausland begangene Straftaten können auch in der Schweiz geahndet werden (z.B. Pädophilie).
  • Wer im Ausland verhaftet wird, hat das Recht, mit der nächstgelegenen schweizerischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) Kontakt aufzunehmen.
  • In verschiedenen Ländern ist Korruption auch unter Beamten verbreitet. Allgemein gültige Verhaltensregeln gibt es nicht. Versuchen Sie, Ihre Interessen überlegt und höflich zu wahren. Bestechung von ausländischen Behörden ist auch in der Schweiz strafbar.
Bundesamt für Veterinärwesen: Artenschutz
schweizerische Vertretungen
Staatssekretariat für Wirtschaft: Korruption

Als Gast in einem fremden Land sollten Sie sich nach den lokalen Gebräuchen und Erfahrungen richten:
  • Respektieren Sie die lokalen Sitten. Treten Sie bescheiden auf.
  • Beachten Sie die lokalen Warnungen vor Witterungsumschlägen, Meeresströmungen, Kriminalität etc.
Ein gesundes Misstrauen gegenüber Unbekannten ist angebracht:
  • Transportieren Sie keine Gepäckstücke oder Geschenke für Fremde oder flüchtige Bekannte; Sie könnten für Drogentransporte missbraucht werden.
  • Tragen Sie Wertgegenstände nicht offen zur Schau. Packen Sie Ausweise und Wertgegenstände nicht ins eingecheckte Fluggepäck, und lassen sie diese auch nicht im geparkten Auto zurück.
  • Es kommt in vielen Ländern vor, dass Ausländern überhöhte Preise in Rechnung gestellt werden, sei es in Restaurants, Taxis oder für angeblich wertvolle Waren. Erkundigen sie sich im Voraus nach den Preisen, und seien Sie zurückhaltend beim Kaufen von Waren, deren Qualität Sie selbst nicht beurteilen können.
Auch Esswaren und Getränke erfordern eine gewisse Vorsicht:
  • Die hygienischen Verhältnisse können ungenügend sein. Beachten Sie vor allem in tropischen Ländern beim Essen die alte Faustregel: "Schäl es, koch es oder lass es bleiben". Vorsicht bei Eiswürfeln und Leitungswasser!
  • In verschiedenen Ländern hat es Fälle gegeben, in denen illegaler, gepanschter Alkohol zu Gesundheitsschäden oder Todesfällen geführt hat. Halten Sie sich im Zweifelsfall an die grösseren Hotels und Warenhäuser, oder fragen Sie Ihren Reiseleiter oder eine lokale Vertrauensperson, wo legal hergestellte Getränke erworben werden können.
  •  

Allgemein gilt:

Je besser Sie sich auf eine Reise vorbereiten, desto mehr profitieren Sie davon und desto kleiner ist das Risiko von unangenehmen Überraschungen.
  • Gefahrensituationen können sich rasch ändern und sind oft unklar oder nicht voraussehbar. Informieren Sie sich deshalb regelmässig über die aktuelle Lage im Land und befolgen Sie die Anweisungen der Reiseleitung und der lokalen Behörden. Nehmen Sie bei ernsthaften Krisen mit der nächstgelegenen schweizerischen Vertretung Verbindung auf. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihren Angehörigen.
  • In Krisengebieten gewähren lokale Konfliktparteien dem Personal der schweizerischen Vertretungen oft keinen Zugang und lehnen jede Einflussnahme ab. Die Schweiz verfügt dort folglich nur über eng begrenzte oder überhaupt keine Möglichkeiten zur Hilfeleistung.

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.

QR-Code