Für Österreicher

Für österreichische Reisende-

(zitiert von der Internetseite des Aussenministeriums)    Link

Unterstützung in Notfällen

Eine Auslandsreise oder ein Auslandsaufenthalt ist heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr. Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher verbringen Ihren Urlaub vom Nordkap bis Tasmanien oder leben überhaupt fern der Heimat. Für sie alle stehen hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums in Wien und in aller Welt bereit, um bei kleineren oder größeren Problemen ihre Unterstützung anzubieten. Oberste Maxime bei der Erfüllung dieser Aufgabe ist die rasche, effiziente und unmittelbare Hilfestellung bzw. das Aufzeigen von geeigneten Problemlösungs- möglichkeiten. Die auch dem Außenministerium auferlegten Sparmaßnahmen erlauben leider nicht mehr, alle Leistungen selbst zu erbringen, vielfach muss Unterstützung "von außen" - etwa ein Rechts- anwalt oder eine Auskunft - beigezogen werden. Aber auch dann sind wir bemüht, die Kosten für den Hilfesuchen so gering wie möglich zu halten. Bei einer Notlage, zu der es trotz gründlichster Reise- planung und Vorbereitung kommen kann, wird die nächstgelegene österreichische Auslandsvertretung versuchen, rasch, wirksam und unbürokratisch zu helfen. Allerdings sind die Vertretungsbehörden durch das Völkerrecht und das Recht des Gastlandes gebunden und verfügen daher nicht über unbeschränkte Möglichkeiten. Die Vertretungsbehörden im Ausland haben vor allem keine Polizeigewalt und können den Behörden des Gastlandes keine Anweisungen geben. Nicht alle Wünsche können von den Vertretungsbehörden erfüllt werden; sie können insbesondere nicht als Reisebüro, Arbeitsamt, Detektivbüro, Postamt für postlagernde Briefe und Pakete und auch nicht als Kreditinstitut fungieren.

Schließlich muss darauf hingewiesen werden, dass die Vertretungsbehörden gesetzlich verpflichtet sind, für bestimmte Amtshandlungen Konsulargebühren einzuheben und den Ersatz der angefallenen Barauslagen zu verlangen.

Konsularischer Schutz für EU-Bürger:
Wo eine österreichische Vertretungsbehörde nicht vorhanden ist, können sich österreichische Staats- bürger gem. Artikel 23 AEUV an die Vertretungsbehörde eines anderen Mitgliedstaates der Europä- ischen Union vor Ort wenden.

In nachstehenden Staaten/Gebieten können sich österreichische Staatsbürger auch an die Schweizerische Vertretungsbehörde zur konsularischen Unterstützung bei Notfällen im Ausland wenden:

Gabun: Schweizerische Konsularagentur Libreville
Indonesien/Bali: Schweizerisches Konsulat Kuta
Niger: Schweizerisches Koordinationsbüro DEZA Niamey
Tschad: Schweizerisches Koordinationsbüro DEZA N’Djaména

Französisch Polynesien/Tahiti: Schweizerisches Honorarkonsulat Papeete
Kontakt in Notfällen

In Notfällen ist das Außenministerium 24 Stunden für Sie unter folgender Nummer erreichbar:
+43 - 50 11 50 - 44 11
Versicherungsfälle im Ausland, finanzielle Vorleistung des BMeiA

Bei der konsularischen Betreuung von im Ausland zu Schaden gekommenen österreichischen Staats- bürgern, die über eine entsprechende Versicherung (Reise-, Kranken-, Rückholversicherung, Schutz- brief u.ä.) verfügen, nehmen das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegen- heiten (BMeiA) sowie die österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland nur eine Vermittlerrolle ein. Das oberste Prinzip bei der Erfüllung dieser Aufgabe ist die rasche, effiziente und unmittelbar Hilfestellung bzw. das Aufzeigen von geeigneten Problemlösungsmöglichkeiten.

Dies bezieht sich vor allem auf Hilfe und Unterstützung bei allfällig notwendigen Behördenkontakten, logistische Unterstützung sowie Unterstützung bei der Beschaffung von Dokumenten, sofern dies not- wendig ist. Jegliche Form von Betreuung, die von anderen Einrichtungen als denen des BMeiA geleistet wird, sowie insbesondere auch die Abgeltung von Ansprüchen Dritter an den Versicherungsnehmer ist jedoch eine bilaterale Angelegenheit zwischen Versicherung und Versichertem.

In diesem Sinne macht das BMeiA daher aufmerksam, dass im Hinblick auf die rein privatrechtliche Basis von Versicherungsverträgen sowie im Hinblick auf das mittlerweile sehr gut ausgebaute und weitgehend klaglos funktionierende Banken- bzw. Überweisungssystem in den EU-Ländern in Zukunft daher grundsätzlich keine finanziellen Vorleistungen seitens des BMeiA mehr erfolgen können. Absolute Ausnahmefälle bzw. Fälle in solchen Ländern, in denen die finanzielle Abwicklung sehr problematisch bzw. nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, bleiben im Sinne des Servicegedankens des BMeiA davon unberührt.
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